Ozon... Ja oder nein?

Immer wieder wird uns das Thema Ozon auf den Tisch gelegt... Ist es sinnvoll Ozon einzusetzen oder nicht? Auf was ist dabei zu achten? Grundsätzlich gibt es hierzu mehrere Meinungen und Sichtweisen: 

Zum einen gibt es da die ästhetische Sicht. Durch verschiedene Einflüsse kann nicht nur die Klarheit des Teichs beeinträchtigt werden, sondern auch - so komisch sich das jetzt klingen mag - die Farbe des Wassers. Eine Grünfärbung des Wassers entsteht durch die Bildung von Schwebealgen, das Gegenmittel heißt UV-C. Anders sieht es bei einer gelben bis bräunlichen Trübung des Teichwassers aus. Ist das der Fall, so könnt Ihr davon ausgehen das der Teich eine hohe organische Belastung aufweist. Futter was nicht aufgenommen wird, Laub, abgestorbene Algen, oder Pflanzenreste - all dies belastet den Teich nachhaltig und führt nebenbei zu Verfärbungen des Wassers. Hier hilft weder der Filter, noch die UV-C. Als wirkungsvollste Methode zur effektiven Entfärbung hat sich der Einsatz von Ozon erwiesen, da Ozon ein wie ein starkes Oxidationsmittel wirkt.

Hier kommt auch schon die zweite Sicht bzw. Wirkungsweise zum tragen: die Entkeimung. Die üblichen Wasserwerte können einfach aber präzise mittels Söll Aquacheck bestimmt werden. Ein entscheidender Wert bleibt allerdings aus: Redoxpotential (RH)! Als Redoxpotential wird der in einem Gewässer vorkommende Elektronenfluss bezeichnet und wird in mV (Millivolt) gemessen. Chemische und biologische Abläufe, wie Abbauprozesse, die Bakterienkonzentration, Algenwachstum und Witterung beeinflussen das RH maßgeblich, so dass sich eine effektive Messung/Bestimmung als schwierig erweist. Möglich ist dies nur mit dem Einsatz spezieller Redox-Messgeräte, beispielsweise von IKS.

Was sagt dieser Wert eigentlich aus? 

Das Redoxpotential sagt aus, wie hoch das Gewässer mit organischen Substanzen belastet ist und welchen Sauerstoffgehalt es aufweist. Hohe Werte (z.B. 400mV) deuten auf einen hohen Sauerstoffgehalt und einen geringen Wert an organischen Stoffen hin. Stickstoffhaltiges Gewässer weist einen niedrigen Redoxwert auf und ist ein Indiz für “verschmutztes Wasser”. Dies kann auf einen Koiteich schwerwiegende Auswirkungen haben. Oft ist bereits angesprochene gelbliche Verfärbung des Wassers die Folge, kombiniert mit schlechten Wasserwerten, geringem Sauerstoffgehalt und kränkelnden Tieren. Ozon (O³) besteht aus drei Sauerstoffatomen. Es ist sehr instabil und ein starkes Oxidationsmittel. Gebildet wird es aus molekularem Sauerstoff und Sauerstoff-Atomen. Wenn ein Sauerstoff-Atom und ein Ozonmolekül aufeinander treffen, so spricht man von der Rekombination in zwei Sauerstoff-Moleküle: O  + O = O³. Das Endergebnis ist hochkonzentrierter negativ geladener Sauerstoff, der dem ganzen Teich-Milieu zu Gute kommt, indem die biologischen Prozesse angekurbelt werden und sich positiv auf den kompletten Organismus ausübt.

So! Jetzt wissen wir was Ozon ist und was es bewirkt. Jetzt die Frage: Wie gelangt dieses Gas in den Teich?

Ozon ist grundsätzlich sehr schwer in Wasser zu lösen und der Erfolg der Methode hängt unweigerlich von der "Einbringung" ab. Bei größeren Teich-Anlagen oder auch in manchen Zuchtbetrieben kommen Reaktoren zum Einsatz, da sie durch ihr enormes Volumen und Bauform die Durchflussraten kaum nachteilig beeinflussen. Der Ozonmischer hingegen ist die meist angewandte Methode Ozon ins Gewässer einzubringen und wird in die Verrohrung der Rückführung, am besten mittels eines Beipasses montiert.

Installationsgrafik Ozon

  1. Einbringung der Umgebungsluft durch bestehende Luftpumpe/Kompressor.
  2. Lufttrockner, zur Optimierung des Wirkungsgrads des Ozongenerators.
  3. Einbringung von Ozon durch Ozongenerator.
  4. Rückschlagventil, um Geräte z.B. bei Stromausfall von zurück fließendem Wasser zu schützen.
  5. Einbringung von Ozon/- Luftgemisch in den statischen Mischer
  6. Rückführung in den Teich.

Die OZM Mischer beispielsweise, sind in 50mm und 75mm erhältlich und können auch in anderen Größen gefertigt werden. Die Mischlamellen sind aus rostfreiem Edelstahl V2A gefertigt, der Anschluss für die Einbringung ist aus PVDF, d.h. hochwertig und ozonbeständig! Da wir die Mischer im eigenen Haus produzieren, kaufen wir die Rohmaterialien von hiesigen deutschen Zulieferern an und können euch die Mischer in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten...

Worauf ihr unbeding achten solltet:

  • Verwendet zur Einbringung bitte keinen handelsüblichen Luftschläuche, diese werden durch Ozon zersetzt. Hierfür gibt es spezielle "Dosierleitungen" aus Teflon.
  • Schaltet den Mischer im Beipass, dann seid ihr z.B. in der Lage Wartungsarbeiten durchzuführen, ohne das der ganze Kreislauf brach liegt.
  • Verwendet bitte hochwertige Generatoren zur Ozonproduktion! Wir hatten den Versuch mit preisgünstigen Varianten aus "Übersee" gewagt - das war ein absoluter Reinfall... Leider haben die meisten Geräte ihren Dienst innerhalb kürzester Zeit quittiert. Bleibt  in Sachen Ozon lieber bei den hochwertigen Produkten, wie bspw. Sander und verwendet kleinere Generatoren, mit weniger Leistung.
  • Achtet bitte darauf das die Leitung der Rückführung lang genug ist, um sicher stellen zu können das auch wirklich kein Ozon im Teich ankommt! Das kann unter Unständen zu einer schweren Kiemeverätzung führen. Ozon muss in der Mischeinheit reagieren, nicht im Teich!
  • Mit Ozon spielt man nicht! Holt euch immer eine fachliche Meinung zu diesem Thema ein.

Das Thema Ozon ist absolut vielseitig und man könnte - glaube ich - ewig über dieses Thema schreiben und diskutieren. Wenn euch danach ist, oder wenn ihr Fragen habt, kommentiert einfach diesen Beitrag...

Ich wünsche euch eine schöne Woche,

es grüßt euch herzlich,

Stella

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